5DQFsOx3yVACVRemEQ3x5jeySPAOEYJD

Säuberungen gehen weiter: Erdogan suspendiert auch Staatspräsidenten

Ankara – Die Säuberungen nach dem gescheiterten Putschversuch gehen weiter. Wie heute bekannt wurde, will Recep Tayyip Erdogan nach 3000 Richtern und 8000 Polizisten nun auch den Staatspräsidenten der Türkei suspendieren. Erdogan wirft ihm vor, am Putsch beteiligt gewesen zu sein.

Nach Angaben des Büros von AKP-Chef Erdogan wird dem Staatspräsidenten vorgeworfen, die Putschisten bei ihren Plänen unterstützt zu haben. Einige kritische Journalisten behaupten sogar, dass der Staatspräsident selbst den Putsch in Auftrag gegeben hat, um Erdogan abzusetzen. Recep Erdogan gilt nämlich in Fachkreisen als einer der schärfsten Kritiker des türkischen Präsidenten.

Erdogan persönlich enttäuscht

Erdogan sei nach dem Putschversuch vom Verhalten des Präsidenten so enttäuscht, dass er ihm gar nicht mehr in die Augen schauen könne. Er soll deshalb sogar darauf verzichtet haben, dem Präsidenten selbst die Handschellen anzulegen, wie er dies für gewöhnlich bei sämtlichen verhafteten Oppositionellen zu tun pflegt.

Viele weitere Vorwürfe

Die Vorwürfe, dass der Staatspräsident am Putsch beteiligt gewesen sein soll, sind allerdings nicht alles. Erdogan wirf ihm weiters vor, den IS durch Ölverkäufe unterstützt zu haben und hinter der PKK zugeschriebenen Attentaten zu stecken. Mit einer Verurteilung des suspendierten Präsidenten ist allerdings erst in 5 Jahren zu rechnen. So lange dauert es noch, bis der erste türkische Richter aus der Haft entlassen wird.

Wie es nach der Suspendierung des türkischen Präsidenten nun mit der Türkei weitergeht, ist fraglich. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat Tayyip Erdogan großzügigerweise bereits angeboten, das Amt des Staatspräsidenten in der Zwischenzeit selbst zu bekleiden.

Bild: en.kremlin.ru

Folge uns!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *