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Regierung beschließt Sachwalterschaft für Personen, die öffentlich den Facebook-AGBs widersprechen

Personen , die öffentlich per Statusnachricht den neuen AGBs von Facebook widersprechen und dadurch ihre Privatsphäre schützen wollen, sollen ab sofort automatisch besachwaltet werden. Das hat die Regierung gestern im Ministerrat beschlossen. Diese radikale Maßnahme diene einzig und allein dem Schutz der Betroffenen, wie Innenminister Sobotka betont.

„Menschen, die ernsthaft glauben mit einem kopierten und von Rechtschreibfehlern nur so überhäuften Text Einfluss auf die Privatsphäre-Richtlinien eines IT-Riesen zu haben, stellen offline im realen Leben nicht nur ein beträchtliches Risiko für ihre Mitmenschen, sondern auch für sich selbst dar“, so der neue Innenminister.

Um die zahlreichen Facebook-Nutzer, die auf diesen Hoax hereinfallen, davor zu schützen, auch in freier Wildbahn auf offensichtlichen Betrug hereinzufallen, soll ihnen nun ein kostenloser Sachwalter zur Seite gestellt werden. So soll unter anderem verhindert werden, dass sie einem nigerianischen Prinzen Tausende Euros für eine Erbschaft überweisen, ihnen unbekannten angeblichen Neffen Geld für eine „einmalige Investitionsmöglichkeit“ leihen, oder beim Teleshopping  Steakmesser-Sets bestellen, mit denen man angeblich auch „einen ganzen Mammutbaum fällen könnte“.

Obwohl die Maßnahme gut gemeint ist, kommt sie bei den Betroffenen gar nicht gut an. „Wegen meinem neuen Sachwalter habe ich nun keine Chance mehr, eines dieser falsch verpackten neuen iPhone 6, die deshalb auf Facebook verschenkt werden müssen, zu bekommen“, beklagt etwa die 17-jährige Denise S. aus Wien. Denise hat deshalb schon angekündigt, öffentlich auf Facebook Widerspruch gegen das neue Sachwalter-Gesetz zu erheben. Wir wünschen ihr dabei viel Glück.

 

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Bild: Montage/U.S.Embassy Vienna

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