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Wer hat die meisten Likes? Bundespräsident wird 2016 erstmals via Facebook gewählt

Bei der Bundespräsidentschaftswahl 2016 kommt erstmals ein neuer Wahlmodus zur Anwendung. Wie das Innenministerium heute bekannt gab, wird der Bundespräsident bei der Wahl am 24. April nämlich nicht wie üblich mit Stimmzetteln gewählt, sondern erstmals via Facebook bestimmt. Die Wähler ersparen sich damit den Weg zur Wahlkabine und können ihre Stimmen ganz bequem von der Toilette aus abgeben.

Das neue System funktioniert folgendermaßen:

Frühestens eine Woche vor der Wahl haben die Kandidaten die Gelegenheit ein Selfie von sich mit dem Status „Wählt mich“ und dem Hashtag #jesuisbundespräsident auf Facebook zu posten. Alle Österreicher haben dann eine Woche Zeit die Fotos der Kandidaten zu liken. Welcher Kandidat am 24. April um 18:00 die meisten Likes auf seinem Foto hat, ist gewählt.

Bei der Wahl der Fotos sind den Kandidaten keine Grenzen gesetzt. Lediglich zwei Regeln gibt es: Erstens müssen die primären und sekundären Geschlechtsorgane vollständig bedeckt sein. Und zweitens dürfen sich die Kandidaten keinen Wettbewerbsvorteil durch unerlaubte Hilfsmittel am Foto verschaffen. Dazu zählen insbesondere Katzenbabys, Handfeuerwaffen und 50 Jahre jüngere silikonhaltige Partnerinnen.

Vor allem junge Menschen sollen durch diese Maßnahme angesprochen werden

Experten versprechen sich von der Wahl über das Medium Facebook einen lebendigeren zielorientierten Wahlkampf, der vor allem jüngeres Publikum ansprechen soll. „Bei jeder Wahl stellen wir österreichweit hunderttausende Plakate auf, dabei geht jeder zweite Mensch heute gar nicht mehr aus dem Haus. Diese Leute können wir nun direkt dort erreichen, wo sie ohnehin 90% ihrer Zeit verbringen – auf Facebook“, erzählt uns ein Experte des Innenministeriums.

Die Verlagerung der Wahl auf Facebook hat aber noch andere Gründe. Dadurch, dass bis jetzt jeder Wähler am Stimmzettel ein Kreuz neben seinem Kandidaten platzieren musste, wurden breite Schichten der Bevölkerung von der Wahl ausgeschlossen. „Über 50% der unter 30-jährigen können heute nämlich nicht mehr ausreichend lesen, um die Namen der Kandidaten zu entziffern – das ist nun nicht mehr nötig. Ein Foto liken kann schließlich jeder“, weiß der Experte.

Dass ältere Generationen durch diesen Wahlmodus ausgeschlossen werden, glauben die Experten hingegen nicht. Für diese Zielgruppe sollen die Fotos nämlich zusätzlich auf StudiVZ, netlog und ICQ hochgeladen werden. Und auch Manipulation durch Fakeprofile soll verhindert werden, indem die Wahl auf authentische Profile eingeschränkt wird. So werden nur Likes von Personen gezählt, die im vorherigen Monat mindestens 5 Selfies, 7 Essensfotos sowie 10 Statusbeiträge von heftig.co oder Prinz Markus von Anhalt geteilt haben.

Die Wahlbeteiligung soll steigen

Zur Steigerung der Wahlbeteiligung soll es vom Innenministerium zudem auch ein spezielles Förderprogramm geben. So wird nach der Wahl unter allen Wählern, die den richtigen Bundespräsidenten geliked haben, das Foto geteilt, sowie darunter kommentiert haben, warum ausgerechnet dieser Kandidat so super ist, ein neues iPhone 6s verlost.

Wir sind von diesem neuen Modus jedenfalls begeistert!

 

Egal welche Kandidaten antreten – mit der Wahl des Habichts liegen Sie auf jeden Fall richtig. Jetzt auch auf Facebook und Twitter.

Bild: MedUniWien/Prachatai/Screenshot/Montage

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