Salzsee + Zaun

Zur besseren Grenzsicherung: Griechenland legt Mittelmeer trocken

Im Streit um die Sicherung der EU-Außengrenze hat Griechenland nun zu einer drastischen Maßnahme gegriffen. Wie heute Vormittag bekannt gegeben wurde, wird ab sofort daran gearbeitet, das Mittelmeer trocken zu legen. Nur so könne der Flüchtlingsstrom wirksam unterbrochen werden.

Griechenland reagiert damit auf die jüngste Kritik durch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Diese hatte Anfang der Woche Griechenland massiv dafür kritisiert, seine Grenzen nicht zu sichern und damit für den Flüchtlingsstrom nach Europa verantwortlich zu sein. Es sei ein Mythos, dass die griechisch-türkische Grenze nicht gesichert werden kann, so Mikl-Leitner. Dass es tatsächlich möglich ist, die im Mittelmeer verlaufende und mehrere Tausend Kilometer Küstenlinie umfassende Grenze zu sichern, zeigt Griechenland nun eindrucksvoll.

“Wir hatten die Lösung ständig vor Augen, trotzdem ist niemand von uns darauf gekommen”, sagte der griechische Ministerpräsident Tsipras in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem Habicht. “Bisher haben wir alle gedacht, wir könnten uns nicht mit einem Grenzzaun von den Türken abschotten, weil zwischen uns und der Türkei Meer ist. Und im Meer baut man schließlich keine Zäune. Dass das alles viel einfacher geht, wenn das Meer nicht mehr da wäre, ist uns erst durch die freundliche Hilfestellung von Herrn Mikl-Leitner eingefallen”, so Tsipras.

Um einen effektiven Stacheldrahtzaun im griechisch-türkischen Grenzgebiet installieren zu können, soll nun in einem ersten Schritt die Straße von Gibraltar geschlossen werden. Ein entsprechendes Abkommen mit Spanien wurde bereits vereinbart. Den Rest erledigt dann die Sonne. “Schon in wenigen Millionen Jahren können wir mit dem Zaunbau beginnen”, verkündet Tsipras stolz. Beschleunigt werden soll der Trockenvorgang damit, dass ab sofort sämtliche EU-Flüchtlingsgipfel auf der Mittelmeerinsel Kreta abgehalten werden. Die dadurch erzeugte heiße Luft könnte die Austrocknung um etwa 30% beschleunigen, so Experten.

Damit bei der Trockenlegung auch garantiert nichts schief geht, konnte für die Schließung der Straße von Gibraltar sogar extra das Planungsteam des Flughafens Berlin-Brandenburg angeworben werden. Konkret geplant ist ein Standard NATO-Stacheldrahtzaun in 5 Lagen. Dieser soll von Gibraltar über Sizilien und den Bosporus bis an die Krim reichen und somit insgesamt knapp 3500 Kilometer lang sein. Eine entsprechende Bestellung von Strachedraht beim Wiener Zauntechniker “HC & Söhne” wurde bereits in Auftrag gegeben.  Gebraucht wird der Zaun allerdings nur in Notfällen. Die meisten Flüchtlinge werden am Weg durch die trockene Salzwüste ohnehin verdunsten, meinen Experten.

Neben der Bewältigung des Flüchtlingsstroms hat die Austrocknung des Mittelmeers einen weiteren Vorteil. Die dadurch freigelegte Landmasse könne nämlich preisgünstig an chinesische Investoren verkauft werden, wie die Troika versicherte. Damit sei der Weg für das 24. Hilfspaket für Griechenland frei.

Bis die Trockenlegung vollendet ist, hat sich die griechische Regierung schon einen Übergangsplan zum Bremsen des Flüchtlingsstroms überlegt. Durch finanzielle Anreize (Sangria um die Hälfte des Stattpreises) sollen die Massen deutscher Touristen in den nächsten Jahren von Mallorca auf griechische Inseln im Grenzgebiet umgeleitet werden. Der Anblick volltrunkener bierbäuchiger Weißer soll zusammen mit regelmäßigen Auftritten von Jürgen Drews dazu führen, dass Bootsflüchtlinge auf den Inseln nicht anlegen, sondern angewidert umkehren. Ob die Maßnahmen zum gewünschten Erfolg führen, bleibt abzuwarten.

 

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