Kühlschränke 2

Maßnahme gegen Klimaerwärmung: EU beschließt Förderung von Kühlschränken

Nach dem Durchbruch beim Klimagipfel von Paris hat nun auch die EU eine entscheidende Maßnahme gegen den Klimawandel gesetzt. Mit einer breiten Mehrheit beschloss das EU-Parlament eine Verordnung, mit der der Kauf von Kühlschränken mit bis zu 1000 Euro gefördert werden soll. Damit soll der Kommission zufolge die Erderwärmung schon bis 2020 gestoppt werden.

Durch die finanzielle Förderung soll ein Anreiz für private Haushalte und Unternehmen geschaffen werden, verstärkt Kühlschränke zu kaufen und zu betreiben. Mehr als 10 Milliarden Euro sollen dafür im Fördertopf zu Verfügung stehen. Die EU beruft sich bei dieser umstrittenen Maßnahme auf eine von ihr in Auftrag gegebene Studie.

Der flächendeckende Einsatz von Kühlschränken sei demnach die effizienteste und einfachste Möglichkeit, die Durchschnittstemperatur der Erde zu senken. Pro 10 Millionen zusätzliche Kühlschränke könne eine Temperatursenkung von 0,1 Grad Celsius erreicht werden. Mit lediglich 2 Milliarden neuen Kühlschränken kann somit das angestrebte 2-Grad Ziel erreicht werden.

Doch nicht alle sind von der Maßnahme so überzeugt wie die EU-Kommission. Konsumentenschützer kritisieren, dass aufgrund der hohen Mietpreise viele Leute schlichtweg keinen Platz hätten, die angestrebten 10 Kühlschränke pro Haushalt zu betreiben. Und auch Greenpeace kritisiert in einer ersten Stellungnahme die Maßnahme scharf. Da handelsübliche Kühlschränke lediglich eine Temperatur von 6 Grad erreichen, würde der Einsatz in kälteren Regionen nicht zu einer Senkung, sondern zu einer Steigerung der Temperatur führen. Die EU-Kommission überlegt deswegen, das Förderprogramm auch auf Tiefkühltruhen auszuweiten. Diese würden auch in alpinen Regionen eine temperatursenkende Wirkung erzielen.

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Geht es nach der EU, könnte es auch Warmduschern schon bald an den Kragen gehen. Über eine verpflichtende maximale Duschtemperatur von 8 Grad als Maßnahme gegen die Klimaerwärmung wird nachgedacht.

Kritik kommt auch von rechten Parteien, wie der FPÖ. Sie stimmten im EU-Parlament gegen die Förderung. Experten begründen dies mit der zustimmenden Haltung zur Klimaerwärmung. Ziel der FPÖ sei demnach ein direkter Mittelmeerzugang für das Südburgenland. Außerdem gäbe es keine bessere Grenzsicherung als eine Küstenlinie, so die FPÖ.

Und auch die Grünen kritisieren die Förderung massiv. Sie bemängeln dabei vor allem den starken Einfluss der Kühlschranklobby auf das neue Gesetz und bezweifeln die Werte der Studie. Diesen Vorwürfen kann die EU jedoch nichts abgewinnen. „Die Effekte der Maßnahme sind bereits jetzt sichtbar. Seit die Förderung Anfang Jänner beschlossen wurde, ist die Temperatur in Mitteleuropa im Vergleich zu den Vormonaten bereits merklich abgesunken“, so Umweltkommissar Vella in einer Presseaussendung.

Ob durch das Förderprogramm die Klimaerwärmung auch langfristig gestoppt werden kann, bleibt abzuwarten. Unterstützung könnte die EU dabei von dem aktuellen politischen Rechtsruck und der dadurch entstehenden sozialen Kälte erhalten. Der Habicht hält euch jedenfalls auf dem Laufenden!

 

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Beitragsbild: https://flic.kr/p/3pBDzf

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